Gran Sabana
Die Gran Sabana liegt im Südosten Venezuelas. Sie umfasst eine Fläche von 20’000 qkm und gehört zu den ältesten Landschaftsformationen der Erde. Im Lauf von Jahrmillionen wurden die sich auf dem Guyana-Schild aufgelagerten Sandsteinschichten durch Erosion ausgewaschen, wodurch die einzigartigen Tafelbergformationen entstanden.
Die sanfte Savannenlandschaft ist bedeckt mit Moriche-Palmen. Zahlreiche Wasserfälle stürzen das grobe Gestein hinunter und bilden umgeben von Galeriewäldern ein attratives Landschaftsbild. Der wohl bekannteste Wasserfall in dieser Region ist der Quebrada de Jaspe, dessen Flussbett mit Halbedelsteinen bedeckt ist. Je nach Sonneneinstrahlung glänzt der Wasserfall in verschiedenen Farben.
Immer im Hintergrund erheben sich über 100 Tafelberge majestätisch mit ihren schroffen Sandsteinwänden aus der Savanne. Die Tepuis, wie sie in der Sprache der Pemon-Indianer heissen, sind bis zu 2’800 m hoch (Roraima). In ihnen sehen die Pemon-Indianer die Häuser ihrer Götter. Schon Sir Arthur Conan Doyle liess sich von den weltberühmten Tafelbergen zu seinem Abenteuerroman „The Lost World“ inspirieren.








